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Gedanken zum Erntedank

Erntedank -immer der erste Sonntag im Oktober- ist für mich mit sehr viel schöner Tradition verbunden. Neben dem DANKE sagen und Feiern gibt dieser Tag aber auch Anlass zum Nachdenken. 

Erntedank Gendanken

Die Tatsache, dass wir uns viel mehr Gedanken
um die kurzfristige Sicherung niedriger Lebensmittelpreise
machen, als um die langfristige Sicherung natürlicher
Ressourcen, beunruhigt mich!

Die Weltmarktpreise für Lebensmittel haben nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO wieder die Spitzenwerte des Hungerjahres 2008 erreicht. Ernteausfälle und die ungebremste Nachfrage nach Getreide und Ölfrüchten für die Sprit- und Energiegewinnung sind immer wieder Anlass für Preiskapriolen
an den Warenterminbörsen. Das bekommen wir im Wareneinkauf
direkt zu spüren.

Der steigenden Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen steht gegenüber, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund neun Milliarden Menschen anwachsen wird. Kein Politiker kann mir die Frage beantworten, wie diese rasant wachsende Menschheit in Zukunft ausreichend ernährt werden soll.

Thomas Kaufmann, Bäckermeister

Von daher gefällt mir die Aufforderung "Mut zum Umdenken!- für eine zukunftsfähige Landwirtschaft", die 60 namhafte Organisationen wie der Bund Naturschutz, verschiedene Bio-Verbände, viele kirchliche Stellen wie "Brot für die Welt" und andere mit dem Erntedank-Plakat 2011 formulieren, besonders gut. Mit dieser Initative wird in erster Linie eine Reform der EU Agrarpolitik gefordert, die sich künftig viel stärker am Gemeinwohl ausrichten muss und eine vielfältige, bäuerliche und umweltfreundliche Landwirtschaft mit globaler Verantwortung zum Ziel hat.

Weiter Infos zu dieser Initiative finden Sie bei www.meine-landwirtschaft.de