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Osterbräuche

Noch vor 100 Jahren hätte sich für die meisten die Frage der Farbe nicht gestellt. Modefarben wie Pink, Rosa und Metalliclackierungen wären verpöhnt gewesen. Schließlich hatte jede Farbe eine tiefe religiöse Bedeutung. In erster Line wurden die Eier früher rot gefärbt. Ein Zeichen für das Blut Jesu und Symbol für Opferbereitschaft, Liebe und Erlösung. Andere Farben hatten und haben ebenfalls
eine Bedeutung, die bei vielen bereits in Vergessenheit geraten ist:
Gelb symbolisiert die Erleuchtung und Weisheit,
Weiß die Reinheit,
Grün die Unschuld und Jugend und
Orange steht für Kraft, Ausdauer, Ehrgeiz und Wärme.

 

Übrigens richtet sich der Termin für den Ostersonntag immer nach dem ersten Frühlingsmond. Der früheste Frühlingsvollmond ist der 21. März. Somit fällt der Ostersonntag frühestens auf den 22. März, bzw. spätestens auf den 25. April. Es gibt also 35 mögliche Ostertermine. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag auf den 24. April.
Die Agrarmetereologen kündigen für die Osterfeiertage in vielen Regionen Deutschlands den Beginn der Obstblüte an. Ich freue mich jedesmal auf dieses herrliche Naturschauspiel.

Am Ostersonntag feiern Millionen Menschen die Auferstehung Jesu Christi feiern. Eine Woche später beginnt in Griechenland und Russland das orthodoxe Osterfest. Auch wenn die Frage, woher der Begriff Ostern eigentlich stammt, unter Sprachforschern noch nicht 100%ig geklärt ist, weiß natürlich jeder worum es geht und vor allem was dazu gehört: Ostereier, Osterfladen und Osterbrot, Osterlamm, Osterhase, Osterfeuer, Osterkerze, der Osterstrauß und das an Ostern geweihte Wasser.

Trotzdem, hätten Sie gewusst, dass beispielsweise in Oberbayern früher nicht der Hase sondern der Hahn die Ostereier brachte; in Thüringen der Storch, in Westfalen der Fuchs und im Raum Fulda der Esel. In manchen Gegenden kannte man auch die Himmelshenne und den Kuckuck, Kranich oder Auerhahn als Eierbringer. Jahrhunderte hatte der Hase rein gar nichts mit dem Osterfest zu tun. Erst vor etwa 350 Jahren kommt der Brauch im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein auf, dass der Hase am Ostersonntag rote Eier ins Osternest legt. Mit der industriellen Fertigung von Schokoladenfiguren hat der Hase dann als bekanntester Osterbrauch die halbe Welt erobert

Das Osterbrot oder der Osterfladen ist dagegen wohl das ursprünglichste Symbol für Ostern, das vor 2000 Jahren mit dem letzten Abendmahl seinen Ursprung fand. Seit dem Mittelalter gibt es das Osterbrot in unseren Breiten als safrangelbes Hefebäck, das früher zusammen mit einem eingebackenem Ei als Speise zum Fastenbrechen verzehrt wurde. Zu Beginn des festlichen Osterschmauses hieß es dann: "Fasten vorüber, das ist uns lieber, Eier und Wecken viel besser schmecken!"

In diesem Sinne möchten wir Ihnen unser leckeres Osterbrot präsentieren,
garantiert glutenfrei, ohne Hefe, ohne Ei und ohne Soja.


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