Was ist Zöliakie?

Zöliakie (veraltet Sprue) ist eine chronische, autoimmunologisch bedingte Erkrankung des Dünndarms. Die Häufigkeit von Zöliakie in Deutschland liegt etwa bei 1:100.

Das zentrale Kennzeichen  ist eine lebenslange Intoleranz gegenüber dem Getreide-Proteinkomplex Gluten mit seiner Gliadin-Fraktion. Im Krankheitsprozess entsteht im Dünndarm das Enzym Transglutaminase als Antikörper gegen Gliadin und schädigt die Dünndarm-Schleimhaut.
Normalerweise wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm verdaut, also in ihre Bestandteile zerlegt. Die Nährstoffe gelangen von dort aus über das Blut in die verschiedenen Organe. Liegt eine Zöliakie vor, ist die Aufnahme einzelner oder mehrerer Nährstoffe über die Dünndarmschleimhaut beeinträchtigt, weil diese entzündlich verändert ist.

Zöliakie ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Bei einigen Patienten treten typische Symptome wie Durchfall, Gewichtsverlust oder Bauchschmerzen auf. Aber auch Beschwerden wie andauernde Müdigkeit und Gelenkschmerzen uvm. können auf Zöliakie hinweisen. Ein Ausbruch der Krankheit ist in jedem Lebensalter möglich. Oft dauert es lange Zeit, bis bei Betroffenen ein eindeutiger Grund für ihre Beschwerden diagnostiziert wird.

In der Diagnose liefert der Nachweis von sogenannten Autoantikörpern gegen das Enzym Transglutaminase im Blut einen ersten Anhaltspunkt. Zur Absicherung entnimmt der Arzt mit Hilfe des Endoskops während einer Magenspiegelung Gewebeproben der Dünndarmschleimhaut. Anhand der Gewebeprobe lässt sich dann die Schädigung der Darmschleimhaut erkennen.
Aus der Kombination wegweisender Symptome, den Antikörpern im Blut, der Biopsie und der Verbesserung des allgemeinen Zustands unter glutenfreier Diät ergibt sich dann die Diagnose Zöliakie.

Die einzige Möglichkeit eine Zöliakie erfolgreich zu behandeln, ist eine lebenslange strikt glutenfreie Diät.

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